DBO - Deutsche Buddhistische Ordensgemeinschaft

Zur Geschichte der DBO

Durch die Initiative des Ehrw. Thich Nhu Dien (Gründerabt der Pagode Vien Giac, Hannover), kam es im Jahre 2003 in Hannover zu einem Gespräch mit den Räten der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) Genpo Döring und Agganyani über die Möglichkeiten eines institutionalisierten Zusammenwirkens der buddhistischen Vietnamesen mit der DBU und ihre etwaige Mitgliedschaft dort. Das für die Vietnamesen damit verbundene Problem und der Wunsch nach einem Gremium der buddistischen Ordinierten, das eventuell parallel zum DBU-Rat wirken könnte, sowie dessen Verhältnis zur DBU war in den Jahren zuvor in der DBU auf einige Skepsis gestoßen. Seit dem Jahre 2003 jedoch unterstützten der Vorstand und Rat der DBU, in dem sich damals drei Ordinierte aus drei Vinaya-Traditionen befanden, diese Bemühungen um eine Annäherung mit der größten asiatischen Gemeinde im Lande.

In den folgenden Jahren kam es – unabhängig von der DBU – zu folgenden jährlichen Jahrestreffen deutschsprachiger buddhistischer Vinaya-Ordinierter, die sich schließlich 2008 zu einer Vereinsgründung entschlossen. Die DBO sieht sich in Assoziation mit der DBU und arbeitet mit ihr zusammen.

1. Jahrestreffen: 17.–18. April 2004 in der Pagode Vien Giac, Hannover – 26 Teilnehmer.
Kennenlernen, Diskussion über Leben und Schwierigkeiten der Ordinierten in Deutschland; Abklärung des Teilnehmerkreises, Definition Vinaya-Ordinierte

2. Jahrestreffen: 5.–7. April 2005 in der Pagode Phat Hue, Frankfurt – 16 Teilnehmer.
Vorstellung und Diskussion über die Idee einer Sangha-Stiftung und über eine Sozialversicherung für Ordinierte

3. Jahrestreffen: 24.–27. April 2006 in Semkye Ling, Schneverdingen – 18 Teilnehmer.
Diskussionen zu Sangha-Rat, Verein, Stiftung. Schaffung eines gemeinsamen Zufluchtsrituals in allen Traditionen/Sprachen

4. Jahrestreffen: 16.–19. April 2007 in der Linh Tuu Pagode in Berlin – 9 Teilnehmer.
Viel persönlicher Austausch. Am 2. Juni 2007 in der Vien Giac Pagode in Hannover im kleinen Kreis Arbeit an der Satzung

5. Jahrestreffen: 25.–28. Februar 2008 im Hofgut Rieneck im Odenwald – 25 Teilnehmer.
Dort wurde die Gründung des Vinaya-Sangha Vereins beschlossen, dessen Satzung abgestimmt und der Vorstand gewählt; am 17. Mai 2008 feierlicher Einzug auf dem Münchner Vesakh-Fest und die Vorstellung des Vereins, Ende April Kurzbericht auf der Mitgliederversammlung der DBU

6. Jahrestreffen: 17.–19. Februar 2009 in Dreieich bei Frankfurt – 22 Teilnehmer.
Umbenennung des Vereins in DBO (Deutsche Buddhistische Ordensgemeinschaft), Diskussion über Aufgaben und Abgrenzung/Zusammenarbeit mit oder in der DBU und über KöR (Körperschaft des Öffentlichen Rechts).

7. Jahrestreffen: 2.–4. März 2010 in Semkye Ling, Schneverdingen – 8 Teilnehmer.
Themen: die Situation der Ordinierten im Westen und ihre Beziehung zu Laien in einem Dharma-Zentrum. Persönlicher Austausch über die eigenen Ziele im Dharma. Neugestaltung der Webseite und Infos für einen Flyer wurden angesprochen.

1. Sangha-Tag: 6.–8. Dezember 2010 in Semkye Ling, Schneverdingen.
Austausch über Vinaya-Fragen und die Lehre, ein Schwerpunkt der Gespräche war das Eingehen auf die Erwartungen der Laien an die Ordinierten im Spannungsverhältnis zur Abgrenzung davon, um Zeit für den notwendigen Rückzug in die formelle Praxis zu finden. Gemeinsame stille Meditation wie bei allen Treffen.

8. Jahrestreffen: 10.–12. Mai 2011 im Kloster Vien Duc, Ravensburg – 9 Teilnehmer.
Themen: eingehende Vorstellung der Teilnehmenden; Neuwahl des gesamten Vorstands; Vortrag des Ehrw. Altabts Thich Nhuh Dien über die Hauslosigkeit; Austausch über Texte für die Webseite sowie die geplante Ethik-AG der DBU; Bericht über die Bhikkhuni-Ordination in Australien 2009.

2. Sangha-Tag: 1.–3. November 2011 im Anenja Vihara, Allgäu.
Erläuterung zur Vinaya-Praxis und zu den Prinzipien des Lebensstils im Vihara.- Diskussionen über unser Verhalten im Detail auf der Basis einiger Auszüge aus dem Buch von Kevali Bhikkhu: Vinaya – die unbekannte Seite der Lehre des Buddha. Gang zum Buddha-Haus, um am Todestag der Ehrw. Ayya Khema den Stupa zu umwandeln.

9. Jahrestreffen: 27.–29. November 2012 im Wat Puttabenjabon in Langenselbold. – 10 Teilnehmer.
Eingehende Befassung mit Vinaya-Themen. Grundlagen dafür waren das 8. Kapitel des Cullavagga, wo es um die klösterlichen Pflichten geht sowie das Regenzeit-Kapitel des Mahavagga. Antworten zu den FAQs für die Website wurden erarbeitet.

3. Sangha-Tag: 27.–29. November 2012 im Wat Dhammavihara in Hannover.
Schwerpunkte waren die Lehre und Praxis des Vinaya: Die Patimokkha-Rezitation (Skt. Pratimoksa; Tib. Sojong) mit Gesprächen, erstmalig auch ein Samaneri-Uposatha (Skt. Sramanerika-Posadha; Tib. Getsül-Sojong), eine Besprechung des Uposatha-Kapitels aus dem Mahavagga sowie eine Erläuterung zu den Parajika 2 (Stehlen) und Parajika 3 (Töten).

10. Jahrestreffen: 21.–23. April 2013 im Kamalashila Institut in Langenfeld
Vinayastudium auf der Basis zweier weiterer Kapitel des Buches von Kevali Bhikhku über den Respekt im Sangha und die Streitschlichtung. Ferner ging es um das Thema „Was ist ein Kloster – wie entstehen Klöster?“

11. Jahrestreffen: 1.–3. April, anschließend vom 3.–10. April 2014 Meditationsklausur im Kloster Vien Duc in Ravensburg
Vinayastudium: das Roben-Kapitel aus dem Mahavagga sowie das Thema des Essens auf der Basis verschiedener Quellen. Neuwahl des Vorstandes.
Erstmalig im Anschluss daran ein Retreat mit Meditation in Stille und an einem Abend, ein inspirierender Ausstausch mit einer Gruppe vietnamesischer Praktizierender.

12. Jahrestreffen: 12.-14. Mai 2015 im Wat Dhammavihara, Hannover
Vinayastudium: das Pavarana-Kapitel des Mahavagga sowie zwei Kapitel aus dem Vinaya-Buch von Bhikkhu Kevali über den Umgang mit Ermahnung und Kritik und Streitgespräche und Streitschlichtung;
Satzungsänderungen

4. Sangha-Tag: 2.-4. November im Kloster Vien Duc, Ravensburg
Vortrag über die Dreimonatsklausur,
Berichte über die 1. Bhikkhuni-Ordination im Theravada in Deutschland und das im Bau befindliche Nonnenkloster Shide in Schneverdingen

13. Jahrestreffen: 12.-14. April 2016 im Wat Puttabenjapon, Langenselbold
Ordinierte in westlichen Dharma-Zentren, Bericht über eine Reise durch Thailand auf den Spuren von Arahants