DBO - Deutsche Buddhistische Ordensgemeinschaft

DBO — 3. Sangha-Tag im Wat Dhammavihara in Hannover vom 27.-29. November 2012

Protokoll

Dienstag

Sechs Nonnen und ein Bhikkhu des Theravada hatten sich zu diesem Treffen eingefunden.

  • 15.30 Uhr. Zunächst wurden wir durch das geräumige Gebäude geführt, das Ende des 19. Jahrhunderts als Landgaststätte am Stadtrand erbaut wurde. Im nächsten Frühjahr sollen die Renovierung- und Umbauarbeiten fertig gestellt werden. Der Tempel verfügt – neben den zahlreich vorhandenen übrigen Räumen – über eine große Buddhahalle, in der wir tagen durften, einen geräumigen Empfangsraum sowie einen kleineren Meditationsraum. Derzeit leben ständig zwei Mönche sowie zwei Gastmönche aus Thailand hier.
  • 16 Uhr. Dann folgte der Austausch über unsere persönliche Situation, über Gutes und als schwierig zu Erfahrendes – wie stets bei dieser Gelegenheit ein Moment, um stärker miteinander vertraut zu werden.
  • 18.30 Uhr. Abendtrunk
  • 19.30 – 20.30. Gemeinsame Meditation in Stille. Zuflucht aus den verschiedenen Traditionen.

Mittwoch

  • 06.00 – 07.00 Uhr. Meditation in Stille
  • 07.00 Uhr. Frühstück in den Speiseräumen
  • 8.15 – 11.00 Uhr. Bhiksuni Doko stellte das Uposatha-Kapitel des Mahavagga aus dem Vinaya-Pitaka vor.
  • 11.00 Uhr. Mittagessen, wie morgens sehr umsorgt von den helfenden Thailänderinnen
  • 13.00 Uhr. Als Nonnenälteste leitete Bhiksuni Thubten Choedroen zunächst einen Sramaneri-Posadha (Getsül Sojong), ein „historischer Moment“ für sie und für uns.
  • 13.30 – 17.00 Uhr. Anschließend rezitierte sie den Pratimoksa für die vier anwesenden Bhiksunis. Es war vereinbart worden, dass Geständnisse und Fragen zum Verständnis einzelner Vorschriften eingebracht werden konnten, ein zeitaufwändiges, aber als positiv empfundenes Verfahren.
  • 17.00 Uhr. Abendtrunk und entspannendes Gespräch
  • 19.00 – 20.00 Uhr. Meditation in Stille
  • 20.00 – 21.00 Uhr. Spontan schloss sich daran ein Dharma-Gespräch u.a. über das Thema Karma an. Anlass war der Tod des englischen Mönchs im Nalanda-Kloster, Frankreich.

Donnerstag

  • 06.00 – 7.00 Uhr. Meditation in Stille und Zufluchtnahme aus verschiedener Traditionen
  • 07.00 Uhr. Frühstück
  • 08.15 Uhr. Klärung weiterer Fragen, dann ein Bericht von Bhiksuni Tenzin Wangmo zu Erläuterungen des Parajika-Gelöbnisses zum Töten und Stehlen, was eine lebhafte Kontroverse hervorrief. Planungen: Für die Mitgliederversammlung vom 21.-23. Mai 2013, wo das Thema der Klostergründungen bereits vorgesehen ist, bereitet Samaneri Jinpa einen Bericht über die Kapitel „Respekt (im) Sangha: Umgang mit Ermahnung und Kritik“ sowie „Streitgespräche und Streitschlichtung“ aus dem Buch über den Vinaya von Kevali Bhikkhu vor. Für die nächste Sangha-Versammlung etwa in einem Jahr (der Termin wird noch geklärt) bereitet Bhiksuni Doko das Roben-Kapitel und Bhiksuni Thubten Choedroen das Kapitel über Pavarana aus dem Mahavagga vor.
  • 11.00 Uhr. Mittagessen

Nach einem Fototermin mit den Tempelmönchen und Helferinnen in der Buddha-Halle sowie unserem großen Dank an all jene war dann wieder die Stunde des Abschiednehmens gekommen.

 

Bhiksuni Thubten Choedroen Bhiksuni Doko
(Vorsitzende & Protokollantin)