DBO - Deutsche Buddhistische Ordensgemeinschaft

7. Jahrestreffen vom 2.-4. März 2010 in Schneverdingen

Protokoll

Dienstag

  • Zunächst wurden zwei neue Mitglieder in den Verein aufgenommen. Mit neu erstellten Aufnahmeanträgen sollen weitere Mitglieder angeworben werden.
  • Die Ehrw. Sönam Chökyi berichtete eindringlich und ausführlich über ihre Erfahrungen mit den Laien in ihrem Zentrum, den Angestellten, SchülerInnen, Helfern und Besuchern. Sie verstand es, recht anschaulich ein Bild von der Dauerbelastung zu vermitteln, die sich im Spannungsfeld von Dienen-Wollen und dem Bedürfnis nach Alleinsein, Ruhe und Zeit für die eigene Praxis ergeben hat. Die Worte des Ehrw. Geshe Pema Samten, die Laien seien unsere wirklichen Buddhas, sowie der Rat des Buddha, zum Zwecke der meditativen Schulung sei die Einsamkeit zu suchen, dienten der Reflexion über die Situation, die Ordinierte in westlichen Zentren häufig antreffen. Sönam Chökyi erinnerte daran, dass wir Westler gewohnt sind, allein zu sein, um geistig zu arbeiten. Auch benötigten Ordinierte durchaus Zeitphasen, um sich ausruhen zu können.
    Die zur Belastung gewordene Situation führte Sönam Chökyi schließlich zur Frage, warum sie Nonne geworden sei. An die Laien habe sie dabei gar nicht gedacht. Zweifellos ergebe sich im Kontakt mit ihnen die Möglichkeit, Liebe und Geduld zu lernen. Gleichwohl werde in „Sonnenstrahlen des Geistestrainings“ darauf hingewiesen, Geduld im weltlichen Sinne sei falsche Geduld.
    Das anschließende Gespräch drehte sich darum, wie westliche Ordinierte sich um sich selbst kümmern sollten und Zeit für die eigene spirituelle Entfaltung finden könnten.
  • Im Anschluss an die Abendmeditation sprachen alle Anwesenden in einer vertrauten Atmosphäre über die Ziele, die sie persönlich mit ihrer Wegpraxis verbinden.

Mittwoch

  • Der Tag begann mit der gemeinsamen Meditation und der Rezitation der Zuflucht in den Sprachen der beteiligten Traditionen.
  • Im Verlauf des Morgens wurden erste Überlegungen zu künftigen Planungen angestellt. Eine Klausur wurde erst mittelfristig für wünschenswert erachtet. Nach außen hin solle der Verein sich auf einer neu zu gestaltenden website präsentieren. Der Ehrw. Thich Nhu Dien (Viengiac Pagode Hannover) empfahl außerdem, den Kontakt zum World Buddhist Sangha Council aufzunehmen.
  • Von der am Nachmittag anberaumten Mitgliederversammlung der DBO wurde gesondert ein Protokoll erstellt. Es wurde ein weiteres neues Mitglied in den Verein aufgenommen
  • Am Abend fand die Posadha-Zeremonie nach der neuen Übersetzung ins Deutsche statt. Am Ende war man sich darüber einig, dass dies eine kraftvolle Übung sei, die wir regelmäßig wiederholen möchten.

Donnerstag

  • Nach der Morgenmeditation und dem Frühstück wurden Überlegungen zur Neugestaltung der website angestellt. Ein Bild, das den Buddha mit einigen Schülern darstellt, soll auf der Hauptseite auf den Sangha verweisen. Es wurde gewünscht, die Texte eher kurz und ausschließlich deutschsprachig zu halten, wobei optisch ein ruhiger Eindruck vermittelt werden soll.
  • Ein sehr herzlicher Dank ging abschließend an das Tibetische Zentrum, das uns so wohltuend aufgenommen und während dieser Tage versorgt hat.