Fehlverhalten Ordinierter

In den letzten Jahren kam es gelegentlich vor, dass Ordinierte sich nicht entsprechend der Regeln des Vinaya verhalten haben.
Unser Verständnis ist, dass Dinge, die Ordinierte im einzeln betreffen, innerhalb der jeweiligen Vinaya-Tradition gelöst werden sollten, wenn möglich innerhalb des Klosters bzw. Zentrums. Eine Bewertung des Verhaltens von Ordensangehörigen ist die Aufgabe des zuständigen Klosters bzw. Zentrums.

Wenn Probleme auftreten, kann die DBO die zuständigen Personen, Klöster oder Zentren um eine Stellungnahme bitten oder zwischen den Angehörigen des Ordens vermitteln. Die höchste Instanz nach dem Vinaya ist jedoch ein beschlussfähiger Sangha bestehend aus den rangältesten Bhikshus bzw. Bhikshunis der Tradition.

In einer guten Beziehung zwischen Laien und Ordinierten können auch die Laien durch ihre Vinaya-Kenntnisse den Ordinierten helfen – ohne sich in die Ordensangelegenheiten einzumischen. Aber sie müssen wissen, dass es Verfahrensweisen gibt und diese auch angewendet werden.

Glaubwürdigkeit testen

Der Buddha selber hat seine Zuhörer aufgefordert, ihm nicht blind zu glauben, sondern seine Worte zu untersuchen, um zu einem korrekten Verständnis zu kommen. Auf ähnliche Weise sollten Teilnehmer an Kursen/Seminaren usw. prüfen, ob sich die Lehrenden und die Schüler ethisch korrekt verhalten, d.h. ob sie glaubwürdig sind. Dies gilt insbesondere für Personen, die sich ordinieren lassen wollen oder in eine Ordensgemeinschaft eintreten möchten.
Falls es zu Übergriffen zwischen Lehrern und Schülern kommt oder sektiererische Strukturen vermutet werden, kann man sich unter folgendem Link informieren:

https://buddhistische-sekten.de/index.html 

Wir stehen auch in solchen Fällen – so gut wie wir können – mit Rat zur Verfügung.
Die DBU hat auch Ansprechpartner für entsprechende Fragen oder Zweifel:

https://buddhismus-deutschland.de/ansprechpersonen/